Ela´s HERZtagebuch


März 2005:

In letzter Zeit fällt mir an Ela auf, dass sie nicht mehr so viel rennt und spielt und ihr Hecheln extrem wird. Da machte ich mir schon Gedanken um sie. Mein Bauchgefühl sagte mir, das etwas nicht stimmt. Aber eigentlich benimmt sie sich wie viele Neufis wenn es wärmer wird, also machte ich mir weiter keine Gedanken mehr.


Juli 2005:

Unsere HD/ED Hauptröntgung stand an. Gleichzeitig wollte ich eine Herzuntersuchung mittels dem Dopplerultraschall (Echokardiographen) und einem EKG bei Ela durchführen lassen. 

Als erstes wurde die Herzuntersuchung gemacht. Schon beim Stethoskopabhören überkam mich ein seltsames Gefühl und auch Dr. Lechner machte für mich ein „komisches“ Gesicht.  Aber noch dachte ich an keine wirkliche Herzerkrankung. Ela ließ dann die Ultraschalluntersuchung ruhig über sich ergehen. Am Ende der Untersuchung eröffnete mir der Herzspezialist dann das Ergebnis. Und das war ernüchternd.

Eine deutlich reduzierte Kontraktilität des Herzmuskels, eine erhöhte Fließgeschwindigkeit in der Pulmonalaterie, sprich eine Stenose der Pulmonalaterie die so genannte Pulmonalstenose und eine dilatative Kardiomyopathie – genannt DCM wurde diagnostiziert. Dann erklärte mir der Arzt die bestehenden Ausmaße der beiden Krankheiten bei meiner Hündin.

Die Fließgeschwindingkeit der Pulmonalaterie beträgt
zurzeit 2,2m/sec. (ich weiß nicht ganz genau was als normal angesehen wird aber so ca. 1,2 m/sec. dürfte in etwa stimmen) Das Herz ist noch in Ordnung, sprich es hat noch nicht zur Dickenzunahme der rechten Herzkammerwand geführt.

Bei der DCM sieht Ela´s Herz so aus: d
ie Herzklappe schließt nicht mehr präzise. Es besteht ein Rückfluss von Blut in die Vorkammern. Die linke Herzkammer hat sich erweitert und die Kraft des Herzmuskels ist deutlich vermindert, das Schlagvolumen hat gegenüber eines gesunden Herzens abgenommen. Somit ist auch Ela´s Herzfrequenz angestiegen, sprich, das Herz schlägt häufiger in der Minute.

Laut Statistik haben Hunde die beide Krankheiten zusammen haben noch eine Lebenserwartung von ca. 1 bis 1 ½ Jahre. 

Die einzige gute Nachricht war, dass Ela´s Hüften und Ellenbogen Top in Ordnung sind. Davor hatte ich eigentlich Angst. Angst, dass mir der Arzt nach dem Röntgen sagt, der eine Ellenbogen sei nicht in Ordnung. 
Vorausschickend dazu, sie hatte als Junghund einen kleinen Unfall. Sie sprang über einen Zaun und hat sich dabei eine leichte Verdichtung im Bereich der Einbuchtung am Rand des Ellbogenfortsatzes (Incisura semilunaris) des rechten Ellbogengelenks zugezogen. Dadurch könnte sich auch eine Arthrose bilden. Das hab ich eigentlich erwartet und gebangt, dass es nicht zu einer Arthrose gekommen ist.

Tja, nun stand ich da, mit der Diagnose Pulmonalstenose und DCM.  Aber Ela ging es doch gut. Mir war als würde man mir den Boden unter den Füßen wegziehen. Ich weiß auch heute nicht mehr wie ich richtig nach Hause kam. Ich hatte mich vorher mit beiden Krankheiten zufällig etwas beschäftig, also wusste ich grob, was noch auf uns zukam und ich war entsetzt.
Mein Hündin sollte nicht mehr lange leben?
Sie sollte Wasseransammlungen in der Lunge und/oder dem Bauchraum bekommen und dadurch keine Luft mehr kriegen, sie sollte Kurzatmigkeit, Atemnot bis hin zu Ohnmachtsanfällen bekommen? Sie sollte in nicht allzu langer Zeit eine verminderte Belastbarkeit haben, so dass sie nicht mehr mit anderen Hunden spielen kann? Das alles machte mir wahnsinnig Angst. 

Zuhause angekommen setzte ich mich natürlich sofort an den PC. Ich wollte genau wissen, was der Doc gerade gesagt hat. Dann wurde mir wirklich schlecht und ich konnte nicht mal mehr weinen. Meine Gefühle begannen Achterbahn zu fahren. Was sollte ich denn jetzt machen? Wie würden die Krankheiten bei meiner Hündin verlaufen?  Wie lebe ich mit einem herzkranken Hund?  Wie darf ich ihn belasten? Darf sie noch mit anderen Hunden spielen, kann ich noch mit Ela in die Hundeschule??? Wie lange, wie viel geht man mit einem herzkranken Hund spazieren? Ich hatte tausend Fragen. Es wirbelte nur so in mir. Irgendwie wollte ich meine Fragen beantwortet haben. Ich wollte das Durcheinander im Kopf weg haben. Leider konnte ich meine Züchterin nicht erreichen, da sie mit ihrer Hündin zum Decken gefahren war und ihr Handy kaputt war. 3 Tage später konnte ich ihr dann endlich die traurige Nachricht weitergeben.
 

In der Zeit der Fragen hat mir Familie Buschhoff sehr geholfen. Sie haben alle meine Fragen in einer Engelsgeduld beantwortet und so langsam wurde ich auch etwas ruhiger (diese Zeit hat ca. 2-3 Wochen gedauert). Ich musste ja auch begreifen wie beide Krankheiten verlaufen, ich wollte ja meiner Hündin helfen, wollte nichts falsch machen. Auch die Internetseite von Sabine und Patric Buschhoff (www.neufundlaender-buschhoff.de) hat mir sehr viel geholfen. Ich wüsste nicht, was ich ohne diese Infoseite getan hätte. Dort steht alles Wissenswerte über Pulmonalstenos
e und DCM.

Liebe Sabine, lieber Patric, ich möchte mich bei euch herzlich bedanken. Ihr ward mir eine riesengroße Hilfe und das werde ich euch nie vergessen. Vielen Dank dafür!!!

Auch machte ich nochmals einen Termin bei Dr. Lechner und stellte ihm alle meine Fragen, die ich mir Zuhause  aufgeschrieben habe. Auch er beantwortete sie mit einer Engelsgeduld und nahm sich viel Zeit für die Beratung, an der auch meine Züchterin teilnahm. Er erklärte uns genau, anhand eines Herzbildes, was es mit den zwei Herzkrankheiten auf sich hat. Ich war froh, diesen zweiten Termin gemacht zu haben, denn nun versteh ich genau und kann es mir bildlich vorstellen, was in Ela´s Körper vor sich geht.


August 2005:

Ela´s Zunge wird nach dem Spaziergang mit anschließender Spielstunde mit dem Kong etwas blau. Dieses hat sich noch 2 mal im August wiederholt.


Herbst 2005:

Ela geht es gut. Sie spielt mit anderen Hunden und rennt ihrem Kong hinterher. Eigentlich merkt man ihr ihre Herzerkrankung nicht viel an. Ein wenig ist sie schneller "platt" als sonst, hört mit dem Rennen früher auf und trottet dann beim Weiterspaziergang nur noch hinterher. Die blaue Zunge ist nicht mehr vorgekommen, aber sie merkt jetzt auch selber, wann es ihr mit dem Spielen oder Rennen zu viel wird. Man merkt auch, dass die kühleren Herbsttemperaturen Ela sichtlich gut tun. Sie ist schon etwas fitter als noch im Sommer und wir bestehen zusammen die Begleithundeprüfung.


Winter 2005/06:

Ela geht es gut. Es sind weder kleine Anzeichen noch ernsthafte Symptome zu erkennen. Sie spielt ausgelassen mit ihren Hundekumpels, liebt ihren Kong, dem sie weiterhin nachläuft und wir können stundenlang spazieren gehen. Sie zeigt dann auch, wann es genug für sie ist. Es ist einfach ein schöner Winter mit einem herzkranken aber fitten Hund. Die kühlen Temperaturen entlasten ihr Herz und ihr geht es im Winter deutlich besser als in den Sommer- oder Herbstmonaten.


Februar 2006:

Die Folgeuntersuchung nach einem halben Jahr stand an. Wieder mit dem Dopplerultraschall. Leider ist bei der Pulmonalstenose die Fließgeschwindigkeit von 2,2 m/sec. auf 3,8 m/sec. gestiegen. Das ist viel für ein halbes Jahr. Die DCM hat sich glücklicherweise nicht gravierend verändert, so wie wir es eigentlich befürchtet hatten.  Das Herz hat sich auch nicht weiter verändert. Allerdings wird es nicht mehr lange auf sich warten lassen, bis sich das Herz verändert, weil es einfach die Engstelle in der Pulmonalaterie nicht mehr ausgleichen kann. Aber dennoch ist es alles in allem ein nicht allzu erschreckendes Ergebnis. Auch Dr. Lechner freute sich mit uns.
Begeistert war er auch, dass Ela so schlank gehalten wird (sie wiegt 48 kg, bei einer Größe von 68 cm). Das schlechteste für das Herz wäre Übergewicht. Jedes Gramm zuviel würde das Herz ungemein belasten. Außerdem empfahl er mir noch im Sommer Ela scheren zu lassen, um ihr die Sommerhitze etwas zu erleichtern. Medikamente bekommt Ela übrigens noch keine. Ihr Allgemeinzustand ist im Winter so gut, dass wir die Medikamente für schlechtere Zeiten "aufsparen".


April 2006:

Ela merkt man die Herzerkrankung immer mehr an. Keine wirklich ernsthaften Symptome, aber die kleinen Anzeichen sind deutlich. Beim Kongspielen ist sie deutlich früher „platt“ und mit ihren Hundefreunden spielt sie nicht mehr so ausdauernd wie noch vor ein paar Wochen.

Nach langem hin und her entschloss ich mich Ela scheren zu lassen. Auf 1,2 cm. Und ich muss sagen, ich bereue diesen Schritt nicht.  Ela´s Sommerfrisur sieht schick aus und man merkt, wie es ihr in den warmen Sonnenstrahlen des Frühlings besser geht. Besser als im letzten Jahr. Im letzen Frühling/Sommer hat sie mit ihrem langen Pelz mehr unter der Wärme gelitten.  Aber auch mit geschorenem Fell muss die Unterwolle gut ausgekämmt werden, sonst bringt auch das ganze Scheren nichts und man erleichtert dem Hund nicht viel.


Mai 2006:

Ela spielt fast gar nicht mehr mit anderen Hunden. Beim Spazieren gehen legt sie sich hin wenn sie nicht mehr kann oder zeigt deutlich, dass sie nach Hause möchte. Ihre Wasserleidenschaft hat auch nachgelassen. Die große Schwimmerin war sie zwar noch nie aber auch das Schwimmen scheint sie sehr anzustrengen, denn ein kurzes Abkühlen, ein oder zwei Schwimmrunden und schon ist sie wieder aus dem Wasser. Aber die Abkühlung tut ihr sichtlich gut.

Ihr Allgemeinzustand ist sehr wechselhaft. Einerseits hat es etwas mit dem Wetter zu tun, bei schwülem Wetter liegt sie nur im Haus herum, geht nur sehr kurze Runden spazieren und ist froh ihre Ruhe zu haben. Aber auch bei kühleren Temperaturen (bis ca. 15-18 Grad) ist ihre Tagesform von Tag zu Tag schwankend.  Einmal geht sie mit absoluter Freude und gerne spazieren, an anderen Tagen möchte sie das Haus nur zu kürzeren Runden verlassen. Aber man merkt es Ela an, ob sie nun mehr spazieren gehen möchte oder nicht. Wenn sie nicht möchte, rennt sie kaum und trottet einfach neben oder hinter mir her. An der Leine muss ich sie dann regelrecht hinter mir herziehen. Daran merke ich, dass sie heute nicht gerne spazieren geht und wir treten nachdem sie ihr "Geschäft" verrichtet hat sofort den Rückweg an.

Geht es ihr jedoch gut, steht sie schon an der Haustüre, wenn sie nur die kleinsten Anzeichen eines Spaziergangs bemerkt. Von der Leine ab, schnüffelt sie aufgeregt und rennt auch einige Meter vor mir her. Auch fordert sie dann auf unserer Spielwiese ihren Kong und rennt dann mal mehr oder weniger lang ihrem Kong hinterher.


In letzter Zeit ist sie nachts sehr unruhig. Ob es mit ihrer Herzkrankheit zusammen hängt, weiß ich noch nicht. Aber ich vermute es stark, da es eine Begleiterscheinung der Herzfehler ist.


28. Mai 2006:

Heute war Ela über drei Stunden spazieren. Nicht an einem Stück, aber nur mit einer Stunde Pause. Sie lief ohne irgendwelche Ermüdungserscheinungen zu zeigen. Am Ende der Spazierrunde forderte sie auf der Hundewiese ihren Kong. Sie rannte ihm auch sehr lange hinterher und war einfach unermüdlich. Ich war wirklich sehr erstaunt und begeistert von Ela´s heutiger Verfassung. So fit war sie schon lange nicht mehr.  Ich hab mich wirklich total gefreut. Zuhause angekommen hat sie sich sofort in der Küche in eine Ecke verkrümelt und geschlafen. Ich sah einen glücklichen und zufriedenen Hund vor mir liegen!


11. Juni 2006:

26 Grad im Schatten. Ela geht es hervorragend. Wir waren in den Nachmittagsstunden über eine Stunde im Wald spazieren und Ela zeigte keinerlei Ermüdungserscheinungen. Ich glaube, sie hätte noch viel länger spazieren gehen können, denn selbst ihrem Kong hat sie am Ende der Runde eingefordert und konnte wieder mal nicht genug kriegen. Auch ihr hecheln hielt sich in Grenzen. Für so einen warmen Tag geht es Ela wirklich hervorragend und ich freue mich sehr darüber.


04. August 2006:
Über 30 Grad im Schatten war es in der letzen Zeit. Ela`s Herz geht es hervorragend. Sie verträgt die Hitze sehr gut. Tagsüber liegt sie im Haus und verschläft die meiste Zeit des Tages... Aber abends, wenn es wenigstens ein wenig abkühlt... ob wir spazieren gehen, Kong spielen oder Ela mit andern Hunden tobt. Alles kein Problem. Sogar am Fahrrad begleitet sie mich wenn ich ganz langsam fahre. Wir fahren abends immer so ca. eine viertel bis halbe Stunde. Auf der Wiese fordert sie noch ihren Kong.
Dieser Sommer scheint für Ela überhaupt kein Problem zu sein.  Super!!!

23. September 2006:
Ela ging es den ganzen August über sehr gut. Die wechselhaften Tage waren fast nicht vorhanden.
Kontinuierlich ging es ihr gut.

 

Seit ca. 4 Wochen merke ich aber eine ganz leichte Verschlechterung. Aber nicht schlimm und das die Krankheit fortschreitet ist ja normal. Sie bekommt immer noch keine Herztabletten. Beim Abhören schlägt ihr Herz noch kräftig.

 

Mal sehen wann es etwas Neues gibt. Aber ich hoffe natürlich, dass es lange Zeit dauert bis ich hier wieder etwas schreiben kann.


25. Januar 2007:
Bis jetzt gibt es eigentlich nicht viel Neues. Ela geht es relativ gut. Gerade das kühlere Wetter verträgt sie sehr gut. Sie tollt im Schnee, wenn auch nicht so ausgelassen wie noch letztes Jahr, aber sie freut sich ihres Lebens. Ihr Appetit ist hervorragend und sie frisst nach wie vor leidenschaftlich gerne.
Ab und zu gibt es Tage an denen es ihr anscheinend nicht so gut geht. Da ist sie auch nicht so begeistert von längeren Spaziergängen. Ab und An hat sie auch Tage da sitzt oder steht sie und hechelt relativ schwer. Aber das sind noch die Ausnahmetage. Meistens geht es ihr gut.


Seit knapp einer Woche spielt Ela jedoch kaum noch mit Mia. KleinMia fordert sie zwar ständig auf, aber Ela steigt in letzter Zeit ganz wenig darauf ein.

Gestern kam sogar ein ziemlich hilfloser Blick zu mir. So nach dem Motto: Frauchen bitte halte mir das kleine "Dingelchen" vom Leib.

17./18. 02. 2007:
Seit dem letzten Eintrag ging es mit Ela eigentlich immer mehr bergab. Sie spielte überhaupt nicht mehr mit Mia, ging lustlos spazieren und das hecheln war oft einfach grundlos da. Mit dem Ball spielte sie eigentlich auch fast gar nicht mehr. Ein- oder zweimal ist sie hinterher gelaufen und dann war es das auch schon wieder.


Aber gestern und heute war es anders. Sie rannte, ziemlich lange und sogar öfters. Man sah ihr heute die Freude beim Spaziergang an.

Eigentlich wollte ich mit Mia das Apportieren üben, aber als Ela den Ball sah forderte sie ihn sofort ein. Mia hatte keinerlei Chance heute etwas zu lernen, denn Ela wollte immer mehr spielen, was sie natürlich auch durfte. Ich schmiss bestimmt 20 mal und sie kam auch mit einem schönen Trab wieder zurück gerannt.

Man kann sich das gar nicht vorstellen wie sehr ich dieses Bild genossen habe. Endlich meine "alte" Ela wieder. Ich hoffe, dass ihr "komisches" Verhalten in letzter Zeit nur eine Phase war, die jetzt vorüber ist.

Puhhhh, nach wochenlanger Unlust, teilweise nicht mehr spazieren gehen und ewiger Regenerationsphase wenn wir etwas weiter spazieren waren, ist heute ein Tag, wie ich ihn mit Ela schon lange nicht mehr hatte.

Das wollte ich euch nur schnell berichten - ich freue mich nämlich wahnsinnig, dass meine Dicke so gut drauf war und könnte nur noch im Kreis hüpfen. huepf

Juni 2007:
Ela geht es relativ gut. Sie geht kurze Spaziergänge mit Freude und ist ansonsten zuhause glücklich und zufrieden. Am 9. Juni war ich mit ihr Fahrrad fahren. Fast 3 Kilometer und da ich seit neustem einen Tachometer habe, weiß ich jetzt auch das Trabtempo von Ela. 8 km/Std. Ich war ganz begeistert, denn sie lief und lief und lief. Bei fast 3 Kilometer war dann Schluss. Sie geht dann nur noch im Schritttempo und das ist dann auch das sichere Zeichen das wir nach Hause gehen müssen.
 

In letzter Zeit sind wir auch viel schwimmen gewesen. Entgegen dem letzten Jahr macht es ihr großen Spaß. Vor allem wenn man den Enten hinterher schwimmen kann. Danach ist sie zwar auch wieder total fertig aber glücklich und zufrieden.

18. Juli 2007:
Seit einer Woche rennt Ela beim Spaziergang. Sie läuft nicht mehr nur hinterher sondern kommt auch mal in die "Puschen". Teilweise legt sie sogar richtige Sprints hin. Und das bei Temperaturen von über 30 Grad. Wahnsinn. Mein Mann und ich kommen aus dem Freuen nicht mehr raus. Wir laufen nur noch mit offenem Mund hinterher.

Zuhause allerdings hechelt sie 3 Stunden nach dem Spaziergang immer noch und bekommt schlecht Luft :-( Das ist dann wieder der Nachteil. :-(
 


August 2007:

Ela ging es im August mal überhaupt nicht gut. Das hielt ca. 24 Std. an. Sie hechelte stark und ihr Herz ging doppelt so schnell wie normal. Ich hatte wirklich sehr große Angst um sie. Nach nicht mal 24 Std. war der Spuck vorbei. Was es genau war, wissen wir bis heute nicht. Wir sind einfach nur froh, dass sie noch da ist. Es hätte bestimmt auch anders ausgehen können, so meinte zumindest der Herzspezialist, den ich danach telefonisch Kontaktiert hatte.

 

Oktober 2007:

Ela geht es gut. Sie macht wieder alles gemächlich und langsam, geht momentan nicht so gerne spazieren, aber ansonsten geht es ihr gut. 

Dezember 2007:
Ela geht es gar nicht gut. Sie hat das Husten angefangen und ihr Allgemeinzustand wird rapide schlechter.

Am 4. Dezember kann sie sich gar nicht mehr richtig auf den Beinen halten. Ich wusste, dass wird die letzte Nacht mit meiner Ela sein. Wir haben die ganze Nacht zusammen verbracht und genossen es sehr. Sie wurde sogar zwischendurch ganz ruhig ohne viel hecheln oder sich umlegen. Am nächsten Morgen wusste ich, dass es Zeit ist sie für immer gehen zu lassen. Der Husten wurde schlimmer, gefressen hat sie nichts mehr und die Beine trugen sie nur noch sehr schwer. Kurz nach 14.00 Uhr am 5. Dezember kam die Tierärztin und erlöste Ela von ihrem Leiden.

Sie fehlt mir sehr, aber leider gab es keine andere Möglichkeit mehr als sie gehen zu lassen.
Ich werde diesen Hund immer lieben und ehren. Sie war für mich ein traumhaft schöner Neufundländer mit einem Traumwesen. Danke Ela das ich dich 4 Jahre kennen durfte.

 


Fortsetzung folgt leider nicht mehr, oder soll ich zum Glück sagen? Ich bin zwiegespalten. Gerne hätte ich noch viele schöne Jahre mit Ela verbracht. Aber eben schöne und ohne Leiden.

 


 Alle, die diese Zeilen gelesen und uns die Daumen gedrückt haben danke ich ganz herzlich.  
 




Mehr zum Thema Herzerkrankungen beim Hund findet man auf der Internetseite von Fam. Buschhoff: http://www.neufundlaender-buschhoff.de/Neue_Dateien/herzportal.html


So lebe ich mit meiner Ela, seitdem ich weiß, dass sie zwei Herzfehler hat und beachte ein paar Dinge, damit es ihr noch lange Zeit gut geht:

Als erstes vermeide ich so gut es geht jede Stresssituation. Ich beobachte sie genau, habe mittlerweile ein sehr gutes Gespür für meine Hündin entwickelt, wann es ihr zu viel wird und wann sie es noch "aushält".

Ich gehe mit ihr lieber mehrmals am Tag spazieren, als nur eine große Runde zu machen.
 
Ich lasse sie im Sommer scheren. Zwar nicht als Kurzhaarhund, aber dennoch, schon einiges an Fell ab.

Ich halte die regelmäßigen Kontrolltermine beim Herzspezialisten ein. Bei uns sind sie so ca. alle halbe Jahr veranschlagt.

Ich habe die tierärztliche Notfallnummer parat liegen.

Sie bekommt ein pflanzliches, herzstärkendes Weißdorn-Arzneimittel -
Crataegutt®.

Ich füttere 3 kleinere Mahlzeiten am Tag, statt einer. Das entlastet den Kreislauf.

Sie wird konsequent schlank gehalten, denn jedes Gramm mehr würde auch ihr Herz mehr belasten!!!
 


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