Zecken:

Zecken sind weltweit verbreitete blutsaugende Parasiten, die sich vom Blut ihrer Wirte ernähren.

Zecken
(Ixodida) sind eine Überfamilie innerhalb der Milben (Acari). Neben vielen weiteren Ordnungen, z. B. den Skorpionen, den Webspinnen oder den Geißelspinnen, gehören die Milben zur Klasse der Spinnentiere (Arachnida), die wiederum übergeordnet dem Stamm der Gliedertiere (Anthropoda) zugeordnet werden. Weltweit gibt es ungefähr 800 verschiedene Zeckenarten.
An ihren Beinen kann man sie erkennen. Erwachsene Zecken
haben acht, die Larven aber nur 6 Beine. Sie haben eine lederartig dehnbare Haut. Am Kopf befinden sich die Stech- und Saugorgane zur Nahrungsaufnahme. Am ersten Beinpaar sitzen die wichtigsten Sinnesorgane und die kräftigen Klauen, mit denen sich Zecken an ihren Opfern festhalten. Die Atemöffnungen befinden sich hinter dem letzten Beinpaar, die Geschlechtsteile sitzen am unteren Bauch. Sie sind die größten Vertreter der Milben und können als adultes Tier bis zu 4 mm groß werden.

Zecken ernähren sich ausschließlich von Blut, sie brauchen keine andere Nahrung. Mit einer einzigen Blutmahlzeit kann eine Zecke bis zu 10 Jahre lang ohne weitere Nahrung überleben. Die Zecke saugt das Blut in ihren Darm. Dieser besteht aus vielen Anhängen und ist so dehnbar, dass eine vollgesaugte Zecke bis zu 200 mal so viel wiegen kann, wie eine hungrige.


In Mitteleuropa werden die virale Frühsommer-Meningoenzephalitis FSME und die bakterielle Lyme-Borreliose durch die Schildzecke übertragen. Weitere Zeckenkrankheiten sind u. a. die Ehrlichiose und die Rickettsiose, die allerdings sehr viel seltener vorkommen.


Einen Überblick über die verschiedenen Zeckenkrankheiten finden Sie hier.


Zecken werden in 3 Familien eingeteilt: Lederzecken (Argasidae); Schildzecken (Ixodidae); Nuttalliellidae (Nuttalliella namaqua Bedford) Die Schildzecke wird auch gemeiner Holzbock (Ixodes ricinus) genannt. Diese Tiere haben einen Schild (Scutum), der beim Männchen den ganzen Körper bedeckt.  Beim Weibchen ist nur der vordere Teil des Körpers vom Schild bedeckt, damit es genug Blut aufnehmen kann. Das ist wichtig für die Produktion von bis zu 3.000 Eiern.


Mundwerkzeuge:

Die Zecke ritzt mit ihren paarig angelegten so genannten Cheliceren die Haut ein und schiebt den Stechapparat (Hypostom) in die Wunde. Dieser ist symmetrisch mit Widerhaken besetzt. Damit bohren sie sich jedoch nur oberflächlich in die Haut ein und "lecken" dann das austretende Blut.  Dieser Vorgang wird umgangssprachlich als "Zeckenbiss" bezeichnet. Korrekt ist es jedoch ein  "Zeckenstich".


Saugvorgang:

Zecken geben beim Zeckenstich vor Beginn der Nahrungsaufnahme ein Sekret (Speichel) ab, das bei ihnen allerdings mehrere wichtige Komponenten enthält. Einen Gerinnungshemmer, eine Art Klebstoff, ein Betäubungsmittel und einen entzündungshemmenden Wirkstoff.  Somit ist Gewährleistet, das die Zecke längere Zeit, manchmal mehrere Tage, an ihrem Nahrungsopfer Blut saugen kann.


Entwicklungsstadien:


Nach dem Schlüpfen durchlaufen Zecken drei Entwicklungsstadien von der Larve über die Nymphe zur adulten (erwachsenen) Zecke. Die Larven sind sehr klein, nur ungefähr einen halben Millimeter groß. Für ihre erste Blutmahlzeit befallen sie vor allem kleine Säugetiere, z. B. Igel oder Mäuse. Haben sie sich voll gesogen, verlassen sie das Wirtstier und häuten sich.

In dieser Reifungsphase, die mehrere Wochen dauert, entwickelt sich aus der Larve die Nymphe. Die Nymphe ist geschlechtslos. Ehe sie sich einen Wirt für ihre Blutmahlzeit sucht, verbringt die Nymphe einige Zeit frei lebend am Boden, im Unterholz, an Sträuchern oder Gräsern. Das ist der beliebteste Aufenthaltsort einer Zecke. Hier verbringt sie die meiste Zeit ihres Lebens.

Hat die Nymphe ihre Blutmahlzeit eingenommen, entwickelt sie sich zur erwachsenen geschlechtsreifen Zecke. Auch die erwachsenen Zecken brauchen erneut eine Blutmahlzeit. Die weiblichen Zecken saugen erheblich mehr Blut, als die Männchen. Sie brauchen das Blut zur Bildung von bis zu 3.000 Eiern. Eine voll gesogene weibliche Zecke wiegt ungefähr 200 mal so viel, wie vor der Blutmahlzeit. Um so viel Blut aufzunehmen, braucht die weibliche Zecke bis zu 10 Tagen. Erst dann verlässt sie ihren Wirt.

Bei den erwachsenen Männchen ist die Blutmahlzeit je nach Zeckenart unterschiedlich. Manche Arten brauchen für ihre Blutmahlzeit mehrere Tage bis hin zu Monaten, andere saugen gar nicht. Sie besuchen einen Wirt "nur", um dort nach einem Weibchen Ausschau zu halten. Das wird auch bei der Schildzecke angenommen. Bei dieser Art sterben die Männchen nach der Begattung, die Weibchen nach der Ablage der Eier.

Der volle Entwicklungszyklus der Zecke dauert meistens zwei bis drei Jahre. In jedem Entwicklungsstadium braucht die Zecke eine Blutmahlzeit.  Bei ungünstigen Verhältnissen, wenn sich kein Wirt finden lässt, können bis zu fünf Jahre vergehen. Zecken können sehr gut hungern. Wenn es sein muss, verzichten sie zwei bis zehn Jahre lang auf Nahrung. 99 Prozent ihres Lebens verbringen die Zecken frei lebend auf der Suche nach einem Wirt.



Lebensraum:

Zecken brauchen ein Klima, das hohe Luftfeuchtigkeit und relative Wärme verspricht. Deshalb sind sie im Winter nicht sehr aktiv. Die Zeckensaison geht normalerweise von März bis Oktober. Abweichungen können sich aus der aktuellen Wetterlage ergeben. Außerdem suchen Zecken sich Orte, wo ihre natürlichen Wirte besonders häufig vorkommen. Die Wirte, das sind vor allem Mäuse, Igel, Vögel, Rotwild, Rehe, Fledermäuse, Paarhufer und
Reptilien.

Ideale Bedingungen bieten Waldränder und Waldlichtungen mit hoch gewachsenen Gräsern. Auch an Bachrändern mit entsprechendem Bewuchs sind sie zu finden. In Laub- oder Mischwald ohne grasigen oder krautigen Unterwuchs fühlen sich Zecken ebenfalls wohl.

Besonders viele erwachsene Zecken finden sich oft auf Gräsern oder krautigen Pflanzen an Wegrändern. Hier sind sie eine besondere Gefahr für Spaziergänger und Jogger.

Auch zu Hause können Sie vor Zecken nicht sicher sein. Viele Gärten bieten ihnen ideale Lebensbedingungen.



Wirtsfindung:

Oft wird angenommen, Zecken ließen sich  von Bäumen fallen. Das stimmt nicht. Zecken erklettern die Vegetation, wobei Larven bis zu 25 Zentimetern, Nymphen bis zu 50 Zentimetern und erwachsene Zecken bis zu 1,5 Metern Höhe erreichen können. Das ist eine Höhe von ungefähr dem 500fachen der eigenen Körpergröße. Dort klammern sie sich mit ihren hinteren Beinpaaren fest und warten auf einen vorbeikommenden Wirt.

Um einen geeigneten Wirt zu erkennen, haben Zecken im vordersten Beinpaar ein Sinnesorgan, das Haller´sche Organ, das auf thermische und chemische Reize (CO2, Milchsäure) des Wirtes reagiert. Milchsäure ist ein Bestandteil im menschlichen Schweiß. Dieses Organ wird bei der Lauerstellung vorgestreckt und kann so die Reize besser empfangen. Wird nun eine wartende Zecke durch Geruchsreize, durch Änderung im Licht, besonders zum Dunkleren hin oder durch Vibration gewarnt, dass eine mögliche Mahlzeit vorbeikommt, wechselt sie sofort von der Wartestellung in die Lauerstellung. Sie hängt sich dann an alles, was das Blatt oder den Grashalm auf dem sie sitzt, streift.

Wird dann die Zecke abgestreift, sucht sie sich auf dem Wirt eine geeignete Stelle um zuzustechen. Sie bevorzugt Körperstellen mit dünner Haut, die besonders warm sind. Beim Menschen sind das speziell die Körperbereiche zwischen den Beinen, in den Kniekehlen, unter den Armen, im Nacken und am Haaransatz.

Eine Zecke bevorzugt auch solche Stellen auf ihrem Wirt, an dem sie geschlechtsspezifische Duftstoffe, so genannte Pheromone, wahrnehmen kann. Bei den Schildzecken werden solche Pheromone nur von gerade saugenden Weibchen abgegeben und sie wirken auch nur auf saugende oder gerade gesättigte Männchen. Das funktioniert aber nur in einem kleinen Umkreis von wenigen Zentimetern. Allerdings bevorzugen abgestreifte Männchen, die einen Platz zum zustechen suchen, solche nach Pheromonen duftenden Stellen auf ihrem Wirt.



Übertragung von Krankheitserregern:

Der Steckapparat der Zecke wird Hypostom genannt. Er ist mit Widerhaken versehen. Schon beim Zustechen gibt die Zecke über den Stichkanal Speichel ab, in dem Substanzen enthalten sind, die die Widerhaken fest in die Haut zementieren. Gleichzeitig wird die Einstichstelle betäubt und die normale Wundreaktion bei Verletzungen der Haut, wie Entzündung und Blutgerinnung verhindert.

Bisher geht man allgemein davon aus, dass die FSME-Viren über den Speichel übertragen werden, da sie sich hauptsächlich in den Speicheldrüsen der befallenen Zecken befinden. Das bedeutet, dass auch eine schnelle Entfernung der Zecke eine FSME-Infektion nicht verhindern kann. Der sicherste Schutz gegen FSME ist eine rechtzeitige aktive Immunisierung. In seltenen Fällen ist auch eine Infektion durch den Genuss von Rohmilch infizierter Kühe, Schafe oder Ziegen möglich. Eine Infektion von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

Die Erreger der Lyme-Borreliose, das Bakterium Borrelia burgdorferi, befindet sich nicht in den Speicheldrüsen, sondern im Mitteldarm der Zecke. Es gelangt mit den Ausscheidungen der Zecke in dem menschlichen Körper. Das ist der Grund dafür, dass eine Übertragung in den ersten 24 Stunden nach Saugbeginn meistens nicht stattfindet.

Der beste Schutz gegen Borreliose ist das gründliche Absuchen des Körpers und eine möglichst schnelle Entfernung von Zecken. Einen Impfstoff gegen Borreliose gibt es zur Zeit noch nicht.


Zecken haben auch natürliche Feinde:

Als natürliche Feinde der Zecken sind festgestellt worden:

- extrem kalte Winter
- Vogelarten die Zecken gerne fressen
- einige Pilzarten
-
Fadenwürmer (Nematoden), ein Befall ist für die Zecke tödlich
- kleine,
parasitische Wespen. Diese legen ihre Eier in die Zecken. Es schlüpfen Wespenlarven,
   welche die Zecken von innen her auffressen und somit töten.




Wissenswertes über Zecken:

Jedes Jahr wieder, wenn die "Zeckenzeit" anbricht, müssen sich Menschen und Tiere mit der oft unangenehmen Plage auseinandersetzen. Besonders Katzen- und Hundeliebhaber müssen oft Dutzende der Spinnentiere von ihren Lieblingen entfernen. Da fragen sich viele: Warum wirken denn bloß die Zeckenhalsbänder nicht?

Die Bekämpfung von Zecken ist sehr kompliziert, weil sie keine Insekten, sondern Spinnentiere sind. Mittel, die bei Insekten wirken, wirken normalerweise bei ihnen nicht. Bisher gibt es auch kein Mittel, dass den Stich einer Zecke verhindert.

Die Mittel bewirken nur, dass trotz eines Stiches keine Erkrankung übertragen wird. Es gibt zwei Halsbänder und zwei Spot-on-Produkte.  Spot-on-Produkte sind Mittel mit hochkonzentrierten Wirkstoffen, die auf die Haut des Tieres, meistens zwischen den Schulterblättern aufgetragen werden und sich dann selbst über den Körper verteilen oder vom Körper aufgenommen werden. Sowohl Zeckenhalsbänder, als auch Spot-on-Produkte bewirken, dass die Zecken früher abfallen, als das normalerweise der Fall ist. Da die Übertragung von Krankheitserregern oft erst nach 1 bis 2 Tagen stattfindet, fallen die Zecken ab, bevor Krankheitserreger übertragen werden können.


Sind Zecken in der Wohnung eine Gefahr?

Auf diese Frage kann keine hundertprozentig eindeutige Antwort gegeben werden. Zecken geraten normalerweise auf einem Wirt ins Haus, also entweder auf einem Tier, oder auf einem Menschen. Bei Tieren haben sie in der Regel bereits gestochen und sich in der Haut verankert. Bei Menschen können sie auch nur auf der Kleidung mit ins Haus getragen werden, ohne dass sie ihn gestochen haben.

Wird die Kleidung danach gewaschen, stirbt die Zecke. Wird die Kleidung erneut getragen, und die Zecke befindet sich noch darin, so ist es möglich, dass dieser Zecke sticht. Deshalb sollte man nach Aufenthalten in Zeckengebieten nicht nur sich selbst, sondern auch seine Kleidung nach Zecken absuchen.

Zecken, die ein Tier oder einen Menschen gestochen haben und nicht entfernt werden, sondern von alleine abfallen, können theoretisch ebenfalls in der Wohnung überleben. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie in der Wohnung abfallen, ist aber eher geringer zu bewerten, als das Abfallen im Freien. Das Überleben in der Wohnung ist ebenfalls nicht nicht sehr wahrscheinlich, weil beim Putzen sicher die meisten davon vernichtet würden. Um auf eine Pflanze zu gelangen, müsste eine Zecke zuerst den Blumentopf überwinden. Allein der Weg dahin ist für eine Zecke eine beachtliche Strecke. Sie würde sicher vorher entdeckt oder mit dem Staubsauger oder beim Wischen oder Staubwischen vernichtet.


Überleben Zecken im Wasser?

Zecken sind Spinnentiere und mögen Feuchtigkeit und Wärme. Zum Schwimmen sind sie aber auf die Dauer ungeeignet. In einem WC oder Kinderplanschbecken würden sie, besonders wenn sie durch fortlaufende Wasserbewegungen unter Wasser geraten, bald ertrinken.


Wann ist die Zeckensaison?

Zecken brauchen ein Klima, das hohe Luftfeuchtigkeit und relative Wärme verspricht. Deshalb sind sie im Winter nicht aktiv. Die Zeckensaison geht normalerweise von März bis Oktober. Abweichungen können sich aus der aktuellen Wetterlage ergeben.


Prophylaxe von Zeckenstichen:

Nicht immer können Zeckenstiche völlig vermieden werden. Wenn Sie aber die wichtigsten Regeln beachten, können Sie das Risiko eines Zeckenstiches deutlich herabsetzen.

Tragen sie geschlossene Kleidung. Hemden oder Blusen mit langen Ärmeln, Hosen mit langen Beinen. Ziehen Sie insbesondere die Strümpfe über die Hosenbeine und tragen Sie geschlossene Schuhe. So machen sie es den Zecken, die besonders auf Gräsern und im Unterholz durch einen kurzen Kontakt abgestreift werden, besonders schwer.

Sie sollten helle Bekleidung vorziehen. Sie bietet zwar nicht mehr Schutz, aber man kann die winzigen Zecken auf heller Kleidung viel besser erkennen.

Das Auftragen von insektenabweisenden Mitteln hilft möglicherweise für eine gewisse Zeit. Sie bieten aber keinen vollständigen Schutz.

Wenn Sie die Wahl haben, sollten Sie nicht durch Unterholz, Gebüsch und hohe Gräser streifen, weil sich hier Zecken besonders gerne aufhalten.

Wenn Sie die Wahl haben, sollten Sie nicht durch Unterholz, Gebüsch und hohe Gräser streifen, weil sich hier Zecken besonders gerne aufhalten.

Haben Sie sich in typischen Zeckenbiotopen aufgehalten, sollten Sie unbedingt Ihren Körper nach Zecken absuchen. Besonders gründlich sollten Sie zwischen den Beinen, unter den Armen, um den Bauchnabel herum, am Kopf, Hals und an den Ohren nachsehen. Zecken lieben warme Körperstellen und weiche Haut.

Berühren Sie keine wilden Tiere. Sie tragen häufig Zecken in ihrem Fell.

Wenn Sie eigene Haustiere haben, sollten Sie auch diese regelmäßig nach Zecken absuchen. Auch sie können an Borreliose erkranken.


Entfernung von Zecken:

Richtig entfernt wird die Zecke mit Hilfe einer Pinzette. Greifen Sie die Zecke so nah an der Haut, wie es Ihnen möglich ist. Dann ziehen Sie die Zecke langsam von der Einstichstelle weg. Der Zug sollte mindestens 60 Sekunden anhaltend sein. Dann löst sich die Zecke meistens von allein aus der Haut.

Haben Sie die Zecke entfernt, betupfen Sie die Einstichstelle mit einem Desinfektionsmittel, z. B. Jod oder Alkohol. Die entfernte Zecke sollten Sie, besonders bei Verdacht auf eine Infektion, nicht wegwerfen. Bringen Sie sie Ihrem Arzt. Falls erforderlich kann er die Zecke untersuchen lassen. Sie kann auch nach der Entfernung Aufschluss über Krankheitserreger geben.

Warum müssen Zecken entfernt werden?

Diese Frage kann man sich wirklich stellen, denn schließlich fallen voll gesogene Zecken von selbst wieder ab. Das Saugen bereitet auch keine Schmerzen. Wenn da nicht die Übertragung von Krankheitserregern wäre. Kann aber diese Übertragung durch das Entfernen der Zecken verhindert werden?

Die FSME-Viren befinden sich in den Speicheldrüsen, die Borrelien im Mitteldarm der Zecken. Aus diesem Grund werden FSME-Viren direkt mit dem Stechakt auf den Wirt übertragen. Borrelien dagegen gelangen erst nach ungefähr 24 Stunden in den Wirt.


Eine FSME-Infektion kann durch das Entfernen der Zecke nicht vermieden werden. Das ist nur durch eine aktive Immunisierung möglich. Da aber die Borrelien über den Darm erst nach durchschnittlich 24 Stunden in den Wirt gelangen, kann eine Borreliose sehr wohl durch ein möglichst frühzeitiges Entfernen der Zecke verhindert werden.
 


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